Das EU-GREEN-Studentenerlebnis: Fünf Sachen, die ich ohne EU GREEN niemals erlebt hätte

Als ich zum ersten Mal von EU GREEN hörte, muss ich ehrlich sagen: Eine „European University Alliance“ klang für mich wie ein abstraktes Schlagwort aus dem Hochschulbereich. Doch als Dr. Anne Herbik und ich uns intensiver über die Möglichkeiten für Studierende und unsere Universität unterhielten, bekam ich tatsächlich Gänsehaut.
Was ich mir bei diesem ersten Gesprächdefinitiv nicht vorstellen konnte, war, eine große internationale Konferenz in Italien mitzuorganisieren, nachhaltige Ernährung in unserer Mensa zu fördern, für Governance-Gipfel über die Grenzen zu reisen oder sogar dabei zu helfen, EU-Fördermittel in Millionenhöhe zu sichern.
Wenn ich auf meine Erfahrungen mit EU GREEN zurückblicke, hat mein Engagement meinen Weg an der Universität völlig neu definiert. Obwohl ich so viel erlebt habe, sind hier nur fünf der vielen Dinge, die ich ohne EU GREEN wirklich niemals erlebt hätte.
1. Mit Hochschulleitungen im Austausch sein und die eigene Stimme einbringen können
Unter Studierenden herrscht oft das Gefühl, dass wichtige Entscheidungen an der Universität hinter verschlossenen Türen getroffen werden, weit entfernt vom alltäglichen Campusleben. EU GREEN hat diese Sichtweise für mich komplett auf den Kopf gestellt. Durch meine Mitarbeit im EU GREEN Student Council und meine zweimalige Wahl in das strategische Gremium der Allianz, The Senate, packte ich meine Koffer für Gipfeltreffen in Städten wie Angers in Frankreich (wo ich auch mein Erasmus+-Auslandssemester absolvierte), Wrocław in Polen, Évora in Portugal und Parma in Italien sowie in weiteren Städten und Ländern – und saß dort im selben Raum mit Universitätsrektor*innen, Prorektor*innen, Forschenden, Allianzkoordinator*innen und der Hochschulleitung. Das Beste daran war, dass es sich nicht nur um eine Alibivertreterrolle handelte. Wir diskutierten über die Strategie der Allianz und Nachhaltigkeit, setzten uns für studentische Mobilität und Chancen ein und trieben Themen voran, die den Studierenden tatsächlich am Herzen liegen. Und man hörte uns zu. Die Erkenntnis, dass die Stimmen der Studierenden nicht nur willkommen sind, sondern aktiv gefördert werden und für die Gestaltung des europäischen Hochschulwesens dringend benötigt werden, war ein Aha-Erlebnis und unglaublich bereichernd.

2. Nachhaltigkeit auf unseren Campus bringen
Nachhaltigkeit lässt sich leicht predigen, ist aber nicht immer einfach in die Praxis umzusetzen. Eine der lohnendsten Initiativen war die Mitorganisation einer zweiwöchigen internationalen Kampagne für nachhaltiges Essen an unserer Universität. Anstatt theoretische Aufsätze über den ökologischen Wandel zu schreiben, arbeiteten wir direkt mit dem Studentenwerk zusammen, um nachhaltige, vorwiegend vegane und vegetarische, regionale Rezepte in den Vordergrund zu rücken und Gespräche anzuregen – nicht nur über die Allianz, sondern auch über die Lebensmittel, die wir hier auf dem Campus konsumieren. Zu sehen, wie Hunderte von Kommiliton*innen und Universitätsmitarbeiter*innen regionale Gerichte probierten, die von Studierenden der neun Partneruniversitäten eingereicht worden waren, mehr über die Allianz erfuhren und ihre Einstellung zur Verpflegung auf dem Campus überdachten, hat gezeigt, dass selbst kleine, konkrete Maßnahmen eine große Dynamik entfalten können, wenn man von einer Allianz unterstützt wird.
3. Gemeinsame Organisation einer internationalen Studierendenkonferenz in Parma, Italien
Wer schon einmal versucht hat, ein Gruppenprojekt mit drei Kommilitonen zu planen, weiß, dass dies einlogistisches Meisterwerk sein kann. Stelle dir nun vor, die allererste EU GREEN Student Conference gemeinsam mit vielen Studierenden von neun Universitäten in neun Ländern zu organisieren.
Monatelang trafen wir uns wöchentlich zu virtuellen Sitzungen: Wir entwickelten Ideen für Podiumsdiskussionen, stellten Programmschwerpunkte zu verschiedenen Themen wie Nachhaltigkeit und Innovation, Mobilität und Chancen zusammen und koordinierten natürlich die gesamte Logistik. Als wir schließlich im März 2026 in Parma ankamen, war die Energie förmlich greifbar. Obwohl wir ehrlich gesagt nicht zu 100 % sicher waren, wie alles ausgehen würde, war es ein riesiger Erfolg. Auf der Bühne zu stehen, Podiumsdiskussionen zu moderieren und zu beobachten, wie Gleichaltrige aus ganz Europa persönlich Ideen austauschten, hat jeden einzelnen nächtlichen Planungsanruf lohnenswert gemacht. Ich habe dabei so viel über Projektmanagement und interkulturelle Teamarbeit gelernt und freue mich darauf, dass unsere entworfene „EU GREEN Student Declaration“ in der nächsten Phase der Allianz zum Leben erweckt wird.
P.S. Die nächste EU GREEN-Studierendenkonferenz findet 2028 in Wrocław, Polen, statt!

4. Mitwirkung bei der Gewinnung von 7,2 Millionen Euro für EU GREEN 2.0
Wie viele Studierende können schon von sich behaupten, zu einem Förderantrag beigetragen zu haben, der 7,2 Millionen Euro einbrachte?
Durch meine Mitarbeit in der Arbeitsgruppe für den EU GREEN 2.0-Antrag erhielt ich einen Einblick darin, wie große europäische Bildungsinitiativen von Grund auf aufgebaut werden. Wir haben nicht nur Entwürfe geprüft, sondern aktiv an der Gestaltung der Roadmap für zahlreiche Bereiche mitgewirkt, darunter zukünftige gemeinsame Studiengänge, Blended Intensive Programmes, die Finanzierung grüner Mobilität sowie ein allianzweites Konzept zur Einbindung und Anerkennung von Studierenden im Rahmen von EU GREEN. Die offizielle Bekanntgabe des Erfolgs unseres Antrags zu feiern und zu wissen, dass unsere Arbeit auch in den kommenden Jahren Tausenden von neuen Studierenden neue Möglichkeiten eröffnen wird, ist ein Gefühl, das wirklich kaum zu übertreffen ist.

5. Eine echte paneuropäische Familie finden
Mehr noch als all die Treffen, Workshops und Meilensteine sind es die Menschen, die EU GREEN möglich machen, die mir am meisten beeindruckt haben.
Vor EU GREEN bedeutete ein Studium in Europa für mich meinen heimischen Campus und vielleicht ein Auslandssemester. Heute fühlt sich Europa wie eine eng verbundene Nachbarschaft an. Ob beim Espresso zwischen den Sitzungen in Parma, Italien, bei politischen Debatten mit Häppchen in Angers, Frankreich, bei Gesprächen über zukünftige gemeinsame Studiengänge in Évora, Portugal, bei der Ausrichtung der jährlichen Sitzung des Rektorenrats hier in Magdeburg oder bei nächtlichen Gesprächen über verschiedene Zeitzonen hinweg, man merkt schnell, wie viel wir gemeinsam haben. Wir teilen dieselben Hoffnungen, dieselben Sorgen um die Zukunft und denselben Antrieb, unsere Hochschulen vernetzter und nachhaltiger zu gestalten.
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Das Fazit: Mach einfach mit!
EU GREEN ist nicht nur ein weiterer Hochschulverbund, sondern eine Spielwiese für Studierende, die mehr aus ihrem Studium herausholen wollen, als nur Prüfungen zu bestehen und nach Hause zufahren. Ob du reisen, eine lokale grüne Initiative leiten, an einem europaweit organisierten Workshop teilnehmen oder einfach Freunde von Schweden bis Spanien finden möchtest – die Möglichkeiten sind endlos.
Mach mit, engagiere dich, bewirb dich als EU GREEN-Ambassador und schau, wohin dich Europa führt!
hier geht es zum Bewerbungsportal für das EU GREEN Ambassador Programme



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